24. März 2019

Die Töchter von Ilian

Buchdaten:

Autor: Jenny-Mai Nuyen

Genre: High - Fantasy

Originaltitel: Die Töchter von Ilian

Cover Design: Nele Schütz Design

Verlag: FISCHER Tor

ISBN - 13: 978-3596299973

Seitenzahl: 656

Erscheinungsdatum: 13. März 2019

Formate/Preise: 

Kindle – Edition - (14,99€)

Broschiert          - (16,99€)

                             

Weitere Informationen bei FISCHER Tor:

Die Töchter von Ilian von Jenny-Mai Nuyen

Cover: ©FISCHER Tor / Jenny-May Nuyen

Kurzbeschreibung:

Vier magische Artefakte bestimmen das Schicksal der Welt:

Ein Becher, um die Vergangenheit zu bewahren.
Eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen.
Ein Spiegel, um sich selbst zu erkennen.
Eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen.

Werden sie verschenkt, steigert sich die Macht der Artefakte, werden sie behalten, nimmt diese ab.

Doch die magischen Artefakte sind verschollen. Die Weisen Frauen, die einst friedvoll mit ihnen regierten, sind in die Wälder geflohen, und Kriegsfürsten herrschen über Menschen, Zwerge und Elfen.

Die Zeit ist gekommen, dass die Töchter aller Völker sich erheben, um die Macht zurückzugewinnen.

Meine Meinung:

Eine packende High – Fantasy Geschichte, die mich trotz holprigem Lesestart überzeugen konnte.

 

~ ♡ ~

Aufzuzählen, worum es in dieser Geschichte geht, würde zu lange dauern, dafür ist diese viel zu groß und verzweigt.

Allein das Figurenverzeichnis und die Landkarte verraten dies dem Leser schon auf den ersten Seiten.

 

Wie es typisch für eine High – Fantasy Geschichte ist, gibt es eine riesige Welt, unglaublich viele Charaktere, bei denen man ohne das Verzeichnis hin und wieder aufgeschmissen wäre und den unverwechselbaren Schreibstil, der mein Problem war.

 

Gerade wenn man, wie ich, zum Großteil nur Romantasy oder Dark – Fantasy liest, muss man sich hier erst einmal umgewöhnen.

Der Schreibstil ist viel pompöser, hochtrabender und ich vergleiche ihn gerne mit den Werken von J.R.R. Tolkien.

Ich selbst habe knapp sechzig Seiten gebraucht um in das Buch reinzukommen, um hineinfühlen zu können und mir die riesige Welt vor Augen zu führen, in der Zwerge, Elfen und Menschen leben. Die vielen Eindrücke und Charaktere erleichtern es einem nicht gerade, doch wenn man diese Hürde erst einmal überwunden hat, lässt die Geschichte einen nicht mehr los.

 

Walgreta ist eine junge, willensstarke und mutige Frau, die dem Volk der Zwerge angehört. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und hält an ihren Überzeugungen und ihrer Einstellung fest. Gerade diese Einstellung hat es mir bei ihr angetan. Endlich mal eine starke Frau, die sich nicht von einem Mann unterjochen oder bevormunden lässt und ihren eigenen Kopf durchsetzt. Dabei kann man als Leser sehr gut verfolgen, welche Entscheidung auch welche Konsequenz nach sich zieht.

 

Auch die Parallelen in unsere heutige Gesellschaft finde ich sehr passend gewählt.

So geht es auch hier um die Themen Zwangsehen, Sklaverei, Unterjochung und Krieg.

 

Vor allem Letzteres steht in dieser Geschichte sehr im Vordergrund. Jeder kämpft auf einmal gegen jeden.

Jahrhunderte alte Bündnisse bröckeln, zerfallen oder werden neu geschlossen und man selbst ist mittendrin.

 

Auch die Idee mit den vier Iliaden finde ich mehr als interessant.

In Liebe verschenkt wird die Macht des Gegenstandes mächtiger, geraubt sind sie nutzlos.

Doch wer gibt die Macht, die er in Händen hält freiwillig wieder auf und wer wird daran zerbrechen und die ganze Welt mit sich ins Chaos stürzen?

 

Man verfolgt, als Leser nicht nur die Reise der Iliaden mit, sondern erfährt auch die Entstehungsgeschichte der einzelnen Völker. Diese sind jedoch sehr vielfältig. Jedes Volk erzählt eine andere Geschichte und so lernt man als Leser auch die anderen Seiten kennen.

 

Nicht immer ist dies so spannend, wie es vielleicht klingen mag. Teilweise sind die Textpassagen auch sehr langatmig und ermüdend. Die Autorin versucht all ihre Gedankengänge in ein Buch zu quetschen und hin und wieder bemerkt man das leider.

Auch einzelne Beweggründe konnte ich leider nicht ganz nachvollziehen, so baut die Autorin über mehrere Seiten und Kapitel eine Spannungskurve auf, die schließlich in wenigen Sätzen abgehandelt wird und das war’s. Doch bis auf diese kleinen Makel war es dennoch so, wie es der Klappentext verspricht.

 

Spannend – erhaben – mitreißend!

Mein Fazit:

Eine fesselnde High – Fantasy Story, die mich wohl nicht von Anfang an in ihren Bann ziehen konnte,

doch im Nachhinein einen nachdenklich zurücklässt.

~ ♡ ~

 

Die Geschichte vermittelt ein starkes Frauenbild, in dem die Frauen herrschen und zumeist die Macht haben.

Das zu lesen, war mal etwas völlig anderes. Als Leser bekommt man mit, wie Macht einen verändern kann und welche Auswirkungen sie in den falschen Händen hat und gerade das hat mich daran fasziniert.

 

Die Liebesgeschichte hier fand ich tatsächlich eher im Hintergrund gehalten, was mich jetzt nicht gestört aber ein wenig traurig gestimmt hat, denn ich hätte gerne mehr über Fayanú und Rianon erfahren.

 

Wer allerdings auf starke High – Fantasy, mitreißende Kriegsszenen und einen Kampf um die Macht der Welt steht, ist hier definitiv am richtigen Ort.

 

Ob euch allerdings ein Happy End erwartet... ja, nein – vielleicht?

* Rezensionsexemplar - Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

© Weltenwandlerin 2016-2019

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